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Die vier Sieger-Projekte

Projekt Nr. 29 Relax

Teamsprecher: Rainer Jacquemai, Unterer Graben 1a, 6210 Sursee
Teammitglieder: Vorstand Quartierverein Altstadt: Bruno Arnold, Frank Gick, Hans Imbach, Mirjam Käch, Béatrice Frei, Werner R. Hess, sowie Mitglieder und Kinder mit Mitwirkung während des Quartier-Sonntagsbrunches im AltersZentrum vom 24. April 2016

 

Konzept

Der Platz wird nach aussen abgegrenzt oder besser gefasst und in geschwungenen Formen als Kontrast zu den bisherigen Bauelementen wohltuend aufgeweicht. Die einladende Führung quer durch den Platz in Hauptrichtung des Passantenweges sorgt für eine gute Aufnahme und Akzeptanz. Der neu gestaltete Platz kann für verschiedene Nutzungen verwendet werden, er passt sich harmonisch ein, ist gefasst und doch offen.

 

Was will die Ausstellung erreichen / aussagen?

Eine grüne Oase im Zentrum lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Der Platz soll anders wahrgenommen und erlebt werden. Kein Durch-hasten über eine Asphaltwüste, sondern über eine schöne Gartenanlage, ein Ort der Begegnung, der Verlangsamung, ein lauschiges Plätzchen. Dabei soll nicht ein abgeschlossenes, eigenständiges Element entstehen, sondern die Verbindung von Neu- und Altstadt auf natürliche und harmonische Weise betont werden. Wenn der Platz wieder abgeräumt und leer ist, soll gefühlsmässig etwas fehlen.

 

Ideen und Wünsche für Veranstaltungen, die in diesem Raum stattfinden sollen?

Denkbar sind alle Arten der Bestuhlung mit Sitzgruppen, Baumstamm-Elementen, Stehtischen mit Sonnenschirmen etc., welche unterschiedlichste Nutzungen erlauben wie Vereinsanlässe, Sonntagsbrunches, Grillieren, Apéros, Auftritte von Chören und Ensembles.

 

Joker

Jokerelemente sind zum einen grosse, geschwungene Rasenteppichelemente in klassischer Form mit grün bemalten Holzkisten (Kisten der Pflanzenelemente), sowie zwei oder mehr Kunstobjekte (z.B. Brunnen zum Spielen mit Schiffen). Die Sitzgelegenheiten sind hier in relativ mobiler Art und Weise integriert und können je nach Veranstaltung verschoben werden.

 

Jury-Bericht – Projektbeschrieb

Das Projekt Relax umfasst die bestehende Hauptwegverbindung über den Platz mit zwei Raumflügeln. Auf geschwungenen Kunstrasenflächen werden Bäume und Hecken geometrisch verdichtet, kleine Nischen entstehen. Die Blumen und Gemüsekisten werden mehrheitlich auf einem zentralen Rasenteppich linear aufgereiht. Rasen- und Palettsitzelemente akzentuieren einzelne Bögen. Kunstelemente und ggf. ein Brunnen setzen weitere Akzente.

Mit diesem Vorschlag gelingt dem Projekt ein vielfältiger Spannungs-bogen. Die Künstlichkeit der geschwungenen Kunstrasenflächen bildet einen Kontrast zu den lebenden Pflanzen und den umgebenden geometrischen Gebäuden. Auf seine Art suggeriert es karibisches Inselidyll inmitten der Schweiz. Die Grünflächen laden ein, sich darauf niederzulassen und dem Treiben auf dem Asphalt zuzusehen. Rückzug und Bewegung stehen nebeneinander, werden neu erlebbar. Die Kunstelemente stärken den Ort und regen an, sich mit Ihnen auseinander zu setzen.

Auf dem Teppich oder neben dem Teppich, das ist hier eine Frage. Ausscheren oder im Trott bleiben. Gewohnte Wege gehen oder mal kurz abweichen. Das Projekt überzeugt gleichermassen räumlich und in der anregenden Art, den Freiraum und persönlichen Lebensraum neu zu sehen.

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Projekt Nr. 25 Chlötzlipark

Teamsprecher: Sara Dos Reis, Visionaer AG, Luzernstrasse 1, 6210 Sursee
Teammitglieder: Visionaer AG, Sursee: Anja Renggli, Lukas Walliser, Markus Peter, Valeria Schütz

 

Konzept

Mit dem Chlötzlipark und Glacéwagen inkl. Sitzgelegenheit bieten wir eine Begegnungszone für Jung und Alt. Die verspielte und runde Anordnung der Bäume/Beete/Hecken bietet optimalen Kontrast zu den klaren Linien von Gebäude und Platz.

 

Was will die Ausstellung erreichen / aussagen?

Kinder, spielt mal wieder draussen und lasst den Fantasien freien Lauf. Baut Schlösser, Strassen, Brücken, …

Erwachsene, versüsst euren Arbeitstag mit einer Glacé und verbringt eure Freizeit beim Mitbauen. Ihr dürft wieder «Kind» sein.

 

Ideen und Wünsche für Veranstaltungen, die in diesem Raum stattfinden sollen?

Unser Chlötzlipark braucht keine Veranstaltungen. Wir rufen alle auf, täglich spontan und kreativ zu sein und sich mit einer Glacé das Leben zu versüssen. Kommt, spielt und geniesst!

 

Joker

Joker 1: Glacéwagen mit Lichterkette für Ambiente (Gelaterias sind im Trend und beliebt, gibt es in Sursee noch nicht).

Joker 2: Holzchlötzli in gross und klein (gross = Sitzgelegenheit / klein = Spielzeug)

 

Jury-Bericht – Projektbeschrieb

Kinder, spielt mal draussen!

Mit diesem Motto möchten die Verfasser den Platz auf fast einer Hälfte bespielen. Die andere Hälfte soll mit dem Angebot eines Glacéwagens den übrigen Besuchern das Leben versüssen.

Mit sichelförmig angeordneten vorgegebenen Gemüse-, Sträucher-,Hecken- und Baumkisten werden Aufenthaltsbereiche begrenzt und ein Wegsystem hindurch angedeutet.

Die Jury lobt das Konzept mit dem wörtlich umgesetzten Chlötzlispiel, welches mit den richtig vorgegebenen Chlötzli nicht nur Kinder animiert, diese auf einander zu schichten und freie Gebilde entstehen zu lassen. Dieser Teil des Platzes wird sich laufend neu zeigen und wandeln. Mit den rundherum angeordneten Sitzgelegenheiten lässt sich dieses Treiben gut verfolgen, Eltern ihre Kinder beobachten. Um die Aufenthaltszeit auf dem Platz genüsslich zu verlängern, eignet sich ein kulinarisches Angebot. Ob Glacé hierzu die richtige Wahl ist, scheint für warme Sommertage sicher eine Möglichkeit zu sein. Damit auch andere Gelüste befriedigt werden können, wäre ein vielfältigeres Angebot wünschenswert.

Räumlich ist das Konzept nicht so stark wie in seiner Spielidee. Die bogenförmig angeordneten Elemente erscheinen willkürlich und die Frage bleibt offen, was in den Resträumen geschehen soll. Die Platzgestaltung passiert mit dem laufend ändernden Spiel mit den Chlötzlis dynamisch auf der einen Hälfte des Platzes, vermisst wird die Gestaltung des Raumes ansich.

Insgesamt ist es ein überzeugender Beitrag zu einer spannenden Bespielbarkeit eines Platzes, welcher hoffentlich laufend von der gewünschten spontanen Veränderung lebt.

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Projekt Nr. 31 Gewachsene Struktur

Teamsprecher: Kai Marti, Leuenberger Architekten AG, Centralstrasse 43, 6210 Sursee
Teammitglieder: Leuenberger Architekten AG, Sursee, Rea Grubenmann, Alain Lischer, Lukas Wermelinger

 

Konzept

Es zeigt interessante Zwischenräume einer gewachsenen Struktur auf, welche sich beim näheren Hinschauen zum Verweilen anbietet. Eine Stadt und ein Garten haben eine Struktur, deshalb beruht dieser Garten auf einem regelmässigen und geplanten Muster, auf welchem die Elemente dann gewachsen platziert werden.

 

Was will die Ausstellung erreichen / aussagen?

Die Aufstellung soll interessante Zwischenräume zum Verweilen anbieten.

 

Ideen und Wünsche für Veranstaltungen, die in diesem Raum stattfinden sollen?

Es könnte ein Gemüsemarkt auf der restlichen Fläche des Platzes veranstaltet werden, bei welchem man auch das Gemüse der Gemüsekisten verkauft.

 

Joker

Ein Stadtgrill, welcher inmitten der Lichtung zum Grillieren einlädt.

 

 

Jury-Bericht – Projektbeschrieb

Das Konzept «Gewachsene Struktur» entwickelt sich aus einer Rasterstruktur der Paletten heraus. An der Ecke Bahnhofstrasse / Schmiedgasse beginnend dehnt es sich auf den Platz aus. Die Elemente werden dicht gestellt und lockern sich zur Mitte hin auf, ein grosser Teil des Platzes bleibt frei, beinahe darauf wartend, in einem nächsten Schritt ganz in Besitz genommen zu werden.

Das Projekt überzeugt in seiner radikalen Haltung. Die Verdichtung der Pflanzelemente in einem Eck baut eine Spannung zum leeren Platz auf. Eine irritierende und gleichzeitig reizvolle Situation entsteht. Von Neugierde getrieben, zieht es einen in den dichten grünen Pflanzbereich. Eine neue Welt tut sich auf, ein schützendes vielfältiges Raumlabyrinth lädt zum Verweilen ein.

Das Projekt zeigt eindrücklich, wie mit einer akzentuierten Setzung der vorgegebenen Pflanzkisten spannungsvoll Räume kreiert werden können, wie ein Platz mit wenigen Elementen spannend und zugleich animierend gestaltet werden kann. Dem Projekt gelingt es in besonderer Weise, den Raum neu zu lesen und eine neue Raumerfahrung zu schaffen.

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Projekt Nr. 34 Weg zum Glück

Teamsprecher: Antonia Barmettler, Bahnhofstrasse 7B, 6210 Sursee
Teammitglieder: Team Baureag: Melanie Kurmann, Pascal Collaud, Julia Birrer, Liane Lange

 

Konzept

Eine Begegnungszone für Jung und Alt mit Platz für Kinder und freie Flächen für den wöchentlichen Markt soll entstehen. Gemüse darf man ernten, wenn man selber wieder etwas setzt. Der «Wald» dient als Ruhe- und Erholungsbereich.

 

Was will die Ausstellung erreichen / aussagen?

Der gesunde Geist im gesunden Körper. Der Kneipweg führt durch den Wald zum Kleeblattsandplatz. Die Hecken schotten den Platz von Sursee ab. In den Heckennischen können Infotafeln «Guet z’wösse» (z.B. über einheimische Pflanzen etc.) stehen. Im Waldbereich gibt es diverse Sitzmöglichkeiten. An den Bäumen hängen verschiedene Infos über Sursee.

 

Ideen und Wünsche für Veranstaltungen, die in diesem Raum stattfinden sollen?

Der wöchentliche Markt bleibt Bestandteil und es soll ein Treffpunkt für das Mittagessen entstehen. Ein Sandburg-Wettbewerb würde Jung und Alt begeistern und gut sichtbare Abfallkörbe würden «Littering» vermeiden.

 

Joker

Der Kleeblattförmige Sandplatz als Familientreffpunkt und als Spielfläche für Kinder. Zudem Kies-, Holzschitzel- und Wasserpallets für den Kneipweg.

 

Jury-Bericht – Projektbeschrieb

Das Projekt gliedert den Platz in verschiedene Zonen. Die Anordnung der Spielelemente schafft Räume und setzt Grenzen. Jedem Raum ist eine andere Nutzung zugedacht.

Die Jury würdigt die interessante akzentuierte Verwendung der Elemente und die damit geschaffenen stimmungsvollen Orte sowie den hohen Spielwert der Anlage. Insbesondere der Kneippweg und der gefasste Sandplatz ermöglichen einzigartige sinnliche Erlebnisse. Das Projekt setzt den Projekttitel damit überzeugend in eine räumliche Gestaltung um.

Gelobt wird auch die Qualität des Wäldchens mit Bäumen und Bänken und die sägezahnartige Begrenzung des Platzes mit ihren schlichten Durchbrüchen und entstehenden Nischen.

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